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Battlefield Hardline - Robbery-DLC im Review: Fast so muss DLC

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Battlefield Hardline - Robbery im Review

Wir erinnern uns: Der erste DLC für Battlefield Hardline mit dem Untertitel Criminal Activity bescherte uns vier neue Maps, ein paar frische Waffen, ein paar Fahrzeuge und beließ es dann dabei. Und wir hatten am Ende irgendwie ein leicht ungutes Gefühl: Obwohl die neuen Maps Spaß machten, fehlte uns das wirklich Beeindruckende. Alles wirkte nach brav ausgeführter und handwerklich guter Pflichterfüllung, bei dem aber alles außen vor blieb, was gerade Battlefield Hardline so unbedingt brauchte: Überraschungen, beindruckende Settings, prächtige Panoramen und mehr Content. Es war der DLC; der das Sinnbild der Tageschau war: Gut, brav und irgendwie unspektakulär. Mit dem zweiten DLC Robbery ändert sich das jetzt zum Glück. (Zumindest etwas. Aber dazu später mehr.) Außerdem gibt es ein kurzes Patch-Minireview. In diesem Sinne: Let’s rock’n’roll...

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We’ve heard that you like stuff
Die Feature-Liste von Robbery liest sich auf den ersten Blick gar nicht so spektakulär: Drei neue Waffen für den Assault, zwei neue Gadgets, ein Wurfmesser, zwei neue Fahrzeuge, zwei Gadgets, vier Maps, ein neuer Modus - gut, das kennt man ja mit Ausnahme des Wurfmessers irgendwie schon. Der Teufel steckt allerdings zum Glück im Detail, den man nach ein paar Runden bemerkt. Der echte Star des DLCs sind - mal wieder… - die neuen Maps. Wenn man ein paar zum Crime-Setting passende Filme gesehen hat, dann musste man von den bisherigen Hardline-Map ja auch zwangsläufig etwas enttäuscht sein. Eine kleine Siedlung hier, ein paar Häuser in der Wüste da - sicher, das ist nicht schlecht und oft sogar richtig gut. Aber wo sind - neben Bank Job… - die Maps, an die man sich in fünf Jahren noch erinnert? Die das Setting voll ausnutzen? Die uns das Gefühl geben, ein richtiger Cop oder Verbrecher zu sein? Wenn wir ehrlich sind, dann wissen wir nicht, ob das mit dem Erinnern in fünf Jahren mit den Robbery-Maps klappen wird - verdient hätten es zumindest ein paar davon. Sei es eine Sammlung prächtiger Villen an einem Strand, ein verwinkeltes Museum, ein Hafengelände oder eine Polizeistation in einem verrufenen Vorort von Chicago bei Nacht und Schneefall - man merkt, wie viel Mühe sich Visceral Games gegeben hat. Optisch sind die neuen Maps schöner als im Hauptspiel, es wimmelt von neuen Elementen und detailtechnisch hat man bei Visceral auch sehr viel sehr richtig gemacht.

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Große Polizisten- und Verbrecherträume
Spät abends vor einem aufziehenden Sturm in einem Hafengelände kämpfen klingt vielleicht nicht cool - es ist aber einfach cool, wenn man auf einem riesigen Frachter und an Land kämpft, auf gefühlt fünfzig Meter hohen Containerstapeln herumturnt und durch Oberlichter springt. (Wir wünschen uns ja immer noch System zum Abseilen und dass es keine Fallschirme gibt. Aber das wird wohl nicht passieren.) Allen Maps ist - abseits des Erfüllens unserer durch Filme und Serien befeuerten Träume... - der Umstand gemein, dass sie wirklich groß sind. Während die Museums-Map keine Fahrzeuge bietet, darf man auf Precinct 7, Break Pointe und The Docks Fahrzeuge aller Art einsetzen. Interessant: Obwohl jede der genannten drei Maps schön groß ist, spart Visceral Games an tödlichen Fahrzeugen. Die berüchtigten - weil gepanzerten…- CATS aus dem Hauptspiel fehlen ebenso wie Angriffshelikopter oder Transporthelikopter. Dafür gibt es einen neuen unbewaffneten Transporttruck und einen unbwaffneten Scout-Helikopter, die sich gut in den bekanntlich kaum bewaffneten Fuhrpak einfügen. Das Ergebnis: Infantriegefeche auf recht großen Maps ohne Fahrzeugfrust, wobei man trotzdem immer noch schnell über die Map kommt. Und dann gibt es die beiden neuen Modi, die ohne Fahrzeuge auskommen...

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Lernt es: Kleine Modi werden in Battlefield nicht viel gespielt
Bereits auf der GamesCom durften wir mit Squad Heist den interessanten - und an sich richtig guten… - neuen Spielmodus von Robbery antesten. Der Grundgedanke: Es wird 5 versus 5 gespielt und die Verbrecher haben nur wenig Respawns zur Verfügung, während die Cops natürlich wieder unendlich oft neu ins Spiel einsteigen dürfen. Zuerst schnappt man sich einen Bohrer und transportiert den zum ersten wertvollen Objekt, wo man den Bohrer aktivíert. Einige Zeit - aka eine Abwehrschlacht und eine Explosion… - später wiederholt man das Prozedere beim zweiten Objekt und macht sich dann mit der Beute auf zum dritten Punkt, an dem man einen Heli herbeiruft und damit die Runde gewinnt. Das spielt sich auf den vier neuen Maps mehr als gut - die zentralen großen Strukturen beziehungsweise das Museum eignen sich wunderbar für die kleinen und taktischen Gefechte. Auch dass die Entwickler jeder Map einen eigenen kleinen Vorspann mit Mini-Geschichte im Ladebildschirm spendiert haben, ist klasse. Aber - wie schon so oft und anno dazumal auf der GamesCom verkatert von uns befürchtet… - scheitert Squad Heist am Spielerinteresse: Fünf gegen fünf und Taktik ist bei bis zu 64 Mann und den dort möglichen Punktemassen anscheinend einfach nicht so beliebt. Entsprechend selten findet man darum auch Server - der an sich gute neue Modus ist damit leider kein Grund, sich Robbery zu holen. Auch der Umstand, dass Bounty Hunter aus Criminal Activity ohne Ankündigung ebenfalls verfügbar ist, rettet das Thema neue Modi im Robbery-DLC nicht.

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Einfach schön und immer kompakt
Mit Break Pointe hat Visceral Games zumindest eine Map abgeliefert, die optisch wirklich Maßstäbe setzt und den Vergleich mit Battlefield 4 nicht scheuen muss. Verwinkelte enge Straßen, ein paar Gebäudeansammlungen, ein paar leichte Hügel, und alles ist linear - fertig ist eine tolle Map. Viel weiter als 100 oder 150 Meter muss man hier - wie übrigens auch sonst - im DLC nicht zur nächsten Conquest-Flagge laufen. Das hält das Tempo recht hoch, sorgt für Hotspots und Stelleungskämpfe und verhindert Leerlauf, ohne dabei taktische Manöver nutzlos zu machen. Dazu kommt mit dem Sonnenuntergang - der übrigens immer weiter läuft und uns am Ende eine richtig dunkle Map beschert… - noch ein tolles optisches Element, das die Stärken der FrostBite-Engine bei der Beleuchtung hervorhebt. Wenn dann noch diverse Gebäudeteile beschädigt werden, Wasser schnell Richtung Meer fließt und wir den fiesen Scharfschützen messern, dann macht Break Pointe mehr als nur etwas Laune.

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Komplex ist gut!
Während sich Break Pointe erstaunlich schnörkellos und ziemlich linear spielt, fährt Visceral Games auf den drei anderen Maps vor allem beim Layout Anspruchsvolles auf: Verschiedene Höhenebenen, Eingänge und Ausgänge auf verschiedenen Ebenen, Treppen, Durchgänge - diese neuen Maps gehen nicht unbedingt sofort in Fleisch und Blut über. Das ist einerseits für den Gelegenheitsspieler etwas fies - auf Museum kann man meistens aus drei Richtungen attackiert werden… - macht die Sache für gute Spieler mit etwas Erfahrung aber sehr reizvoll. Nach ein paar Runden weiß man dann auch, wie man schnellstmöglich in den Asservatenraum auf Precinct 7 kommt, wo die fiesen Sniper lauern, wie man durch das riesige Frachtschiff zur nächsten Flagge gelangt und wo auf Museum garantiert ein netter Gegner mit Schrotflinte gleich um die Ecke springt. Damit spielen sich die vier Maps auch angenehm unterschiedlich; das Pacing auf der einen oder anderen Map dürfte aber genau darum nicht jedermanns Sache sein. Speziell an The Docks und Precinct 7 scheiden sich ein paar Geister - die einen loben die tolle Abwechslung und die harten Infantrie-Fights, andere kritisieren zu viele Scharfschützen und dass es quasi gleich mehrere Maps in der jeweiligen Map gibt. Rein von der Idee und den möglichen Gefechten kann man aber keiner Map auch nur ansatzweise etwas vorwerfen.

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Mehr Zeug
Man kann auf den Gedanken kommen, dass ein Wurfmesser eine tolle Idee ist. Feinde lautlos aus der Distanz auszuschalten ist super. Das Problem: Während manche Leute mit dem kleinen - und den Granatenslot besetzenden… - neuen Gadget sogar Helikopterpiloten und Feinde in über 100 Metern ausschalten, versagen wir kläglich. Das spricht dafür, dass das Wurfmesser fair ausbalanciert - oder sogar etwas schwer zu nutzen - ist; so ganz warm sind wir damit aber nicht geworden. Dafür sind die neuen Sturmgewehre gut geraten und wir freuen uns ganz besonders, dass wir als Fahrzeuginsasse mit einem neuen Gadget nun alle Mitfahrer in der Fahrt automatisch heilen können. Auch der Schutz vor Brandgranaten kommt bei uns gut an; es ist allerdings nur eine Maske. Hier wäre optisch sicher mehr drin gewesen. Sehr fair (und die Rettung vor einer “Das ist nicht gut!”-Balance-Tirade von uns): Weil solche Gadgets ernsthaft in die Spielbalance eingreifen, werden sie mit dem kommenden Patch für alle Spieler verfügbar sein. So oder so fühlen sich die neuen Waffen und Gadgets in Robbery leider ein bisschen unspektakulär an.

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Und die Sache mit Assault on Precinct 13
Hand aufs Herz: Wir alle haben den Film schon gesehen. Jetzt könnten wir ihn auch spielen - wenn uns nicht gerade ein Scharsfchütze umhaut. Tatsächlich ist Precinct 7 durch die Dunkelheit und den Schnee recht einzigartig und grade für Hardline absolutes Neuland; optisch kommt sie deshalb aber nicht ganz an Break Pointe heran. Trotzdem: Wer sich das liebevoll gestaltete Polizeirevier ansieht oder im Schneegestöber leise an einer Gruppe Feinde vorbeischleicht, wird sich hier wie im Film fühlen. (Einen unterirdischen Gang in den Wald haben wir aber bisher noch nicht entdeckt. Zumindest ist Neebs auf allen Maps als Easter-Egg versteckt und brüllt herum.) Zu sehen gibt es aber auch anderswo trotzdem genug: Museum sieht wirklich aus wie ein Museum - und wir können Gegner mit Planetenmodellen oder Donisaurierskeletten erschlagen. Auch das Hafengelände von The Docks sieht wie ein echtes Hafengelände aus und dem Frachter nehmen wir sofort ab, dass er ein echter Frachter ist. Und dass Visceral Games prinzipiell eine Tonne an kleinen Objekten in jeden WInkel packt, ist auch kein Geheimnis. Das Resultat: Die Maps sehen gut aus und stecken voller Details.

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Battlefield Hardline - Robbery-DLC Fazit: So muss DLC
Sicher: Die zwei neuen Fahrzeuge sind nette Dreingaben, ändern aber recht wenig. Zumindest fehlen jetzt nervige Helikopter, die alles beschießen. Die neuen Waffen gehen dank des kostenlosen Content-Updates -. siehe unten... - sogar fast etwas unter. Die frischen Gadgets? Sind nett, kommen aber - glücklicherweise… - später kostenlos für alle. Und mit dem Wurfmesser werden wir nicht warm. Auch der an sich tolle “Squad Heist”-Modus hat eine Schwäche, die man böse als “untaktische punktgeile Massenschlachtenlemminge” bezeichnen könnte - es gibt einfach kaum Server. Und so bleiben am Ende die tollen Maps, die in Erinnerung bleiben und Robbery zu einem wirklich tollen DLC machen. Infantrie-Fans können hier nichts falsch machen. Und das ist mehr, als viele DLCs von sich sagen können: Tolle neue Maps, diverse weitere gute Inhalte - Robbery ist sein Geld sicher wert.

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Patch-Minireview - Content und noch mehr Content mit großem Update
Mit dem Robbery-DLC erschien nicht nur der zweite DLC, sondern auch ein umfangreicher Patch. Der brachte neben diversen Bugfixes und Verbesserungen vor allem neue Inhalte mit sich: Anstatt nur die drei neuen DLC-Sturmgewehre in die blutigen Pfoten gedrückt zu bekommen, bekommen nun alle Spieler die ehemals “Digital Deluxe Edition”-exklusiven drei Assault-Waffen sowie einen Stapel neuer Waffen für alle Klassen. Eine neue Pistole, das mächtige halbautomatische Barret als Scharfschützengewehr, zwei klassische - und ebenfalls nur semiautomatische… - Waffen sowie weitere Bleispritzen erweitern das Hardline-Arsenal. Einer der Hauptkritikpunkte an Hardline - die dünne Waffenauswahl… - löst sich damit langsam aber sicher in Luft auf. Ebenso schön: Die Waffen bereichern die Klassen tatsächlich und fühlen sich nicht identisch mit bereits existenten Varianten an - mit dem M1 durch die Gegend zu rennen oder das mächtige halbautomatische Barret zu nutzen fühlt sich anders an und bietet andere Optionen, als man bisher hatte. Einziger Wermutstropfen der Patch-Änderungen: Die ausgerüsteten Waffen-Unlocks werden teilweise wegen eines Bugs gerne wieder zurückgesetzt. Trotzdem: Das neue Update bietet viele neue Inhalte, die sich wunderbar ins Spiel einfügen.

geschrieben von Sir Uruk.Inc  
am 27.09.2015 um 19:02 Uhr






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