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Battlefield 4 - Preview: Unsere Meinung zum Singleplayer

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Battlefield 4 - Unsere Meinung und Preview zum Singleplayer

Den Start in die neue Nachrichtenwoche rund um Battlefield 4 begehen wir heute zur Abwechslung mal nicht mit massenhaft kleineren und größeren Neuigkeiten, sondern einer Übersicht zum SIngleplayer. Wir haben uns das Gameplay-Video ganz genau angesehen, gefühlt hunderte Interviews gelesen und Video-Interviews betrachtet und haben jetzt einen Überblick über das, was DICE mit der Einzelspielerkampagne abliefern will und wird. Und mit all diesen Informationen in der Hinterhand verraten wir euch, was daraus werden kann und was im besten oder schlimmsten Fall auf uns zukommt...

Inside Battlefield-4.net - Eine Meinung zum Singleplayer-Gameplay
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Battlefield 4 ist bekanntlich vor einiger Zeit angekündigt worden und natürlich hat man bei DICE das Announcement mit der üblichen Professionalität über die Bühne gebracht: Erst gab es Teaser-Trailer und Teaser-Screenshots und dann haute man die wartendenden Fans mit 17 Minuten Gameplay und diversen Screenshots aus den Latschen. Gut, der letzte Teil stimmt nicht ganz - man hat bei DICE nämlich den Singleplayer gezeigt, was nicht wenigen wartenden Spielern eher ein “Okay. Nicht schlecht. Und sonst?” und eben nicht mehr entlockte. Im Mittelpunkt des Interesses steht nunmal - angesichts der Historie der Franchise verständlicherweise - der Multiplayer-Modus, der später gezeigt werden soll. Zum Multiplayer können wir also leider nichts sagen, zum Singleplayer aber schon. Hier gibt es jetzt also mit entsprechender Bedenkzeit und Verspätung unsere Meinung zu den gezeigten Szenen...



Alle Fakten zum gezeigten Material
Setting: Die gezeigte Mission spielt im aserbaidschanischen Baku. Im späteren Spielverlauf soll es nach China gehen, wo wir amerikanische VIPs befreien sollen.
Gameplay: Der Singleplayer ist stellenweise linear und stark geskriptet; an anderen Stellen öffnet sich das Level und bietet mehr Raum. Bei DICE nennt man das “Action-Bubbles” - neben geskripteten Szenen soll man an anderen Stellen die Freiheit haben, so vorzugehen wie man will: Fahrzeuge, unterschiedliche Waffen und Wege sollen uns offen und für uns bereit stehen.
Mini-Kommandos: In den offeneren Abschnitten kann man Feinde für sein Squad markieren, die die Gegner daraufhin unter Beschuss nehmen, sodass man sie flankieren kann. Weitere Befehlsmöglichkeiten haben wir nicht gesehen.
Charaktere und Mehr: Man soll die ganze Kampagne als der bereits im Prolog gespielten Sergeant Recker spielen und mit dem Squad zusammenbleiben. Anders als in Battlefield 3 wird man keine anderen Charaktere spielen; auch Zeitsprünge und Ähnliches sind nicht geplant. Bei DICE will man sich voll auf das Squad und die Erlebnisse vor dem Hintergrund eines mögliche Krieges mit China konzentrieren.
Und Mehr: Optional kann man seine Performance in jeder Missionen mit Freunden vergleichen, Herausforderngen verschicken oder annehmen und versuchen, möglichst erfolgreich zu sein. Wer das nicht will, der kann das entsprechende Feature auch ausblenden.
Pre-Alpha: Das Gameplay-Video stammt aus einer Pre-Alpha. Aufmerksamen Zuschauen sind bereits kleinere Fehler im Detail aufgefallen - seien es weiblich klingende männliche Piloten, plötzlich nicht mehr brennende Hubschrauber oder ohne Vorwarnung voll aufgefüllte Munitionsreserven, nachdem man ohne Kugeln herumstand.
Technik: DICE nutzt die “FrostBite 3”-Engine, die eine Weiterentwicklung von FrostBite 2 ist. Speziell in Bezug auf Charakterdarstellung und Wasser gibt es große Fortschritte; der Rest der Technik hat sich stückweise verbessert. Das Resultat: Alles sieht noch ein Stückchen besser und großartiger aus.

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DICE: Alles wird besser
Den SIngleplayer von Battlefield 3 als gut zu bezeichnen, wäre wohl definitiv zu viel Lob. Und auch bei DICE scheint die Nachricht angekommen zu sein, dass viele Dinge entweder nicht so recht funktioniert haben oder dass die Spieler mit dem Gameplay in linearen Levelschläuchen an sich unglücklich waren. Für Battlefield 4 hat man darum rund um den Einzelspieler tatsächlich einige Dinge getan und verbessert: Die Grafik sieht im Detail noch ein ganzes Stück besser aus, die Charaktere wirken bereits in 17 Minuten Gameplay um Welten interessanter und markanter als bei Battlefield 3 - was übrigens nicht schwer ist - und gerade der halboffene Abschnitt mit der optionalen Nutzung von Fahrzeugen macht Hoffnung auf mehr als lineare Levelschläuche. Kommandos darf man an den offeneren Stellen auch geben und die Gegner dann umgehen, während unser Squad sie unter Beschuss nimmt; wenn DICE den Spieler in lineare Schläuche presst, dann tut man das zumindest verdammt cineastisch und atmosphärisch. All das ist am Ende in der Summe deutlich mehr, als das bei jedem Singleplayer-Shooter sofort von vielen - mal mehr und mal weniger laut schreiend - herbeizitierte Call of Duty bis jetzt hinbekommen hat; dass der maximal ordentliche Singleplayer von Battlefield 3 dagegen sicher kein Land sieht, sollte auch kein Geheimnis sein.

Alles schön cineastisch
Mit Realismus haben die gezeigten Szenen natürlich auch wenig bis nichts zu tun. Und auch anderweitig kann man auch meckern - es ist ein bisschen das altbekannte Problem: Wir haben schon fast alles in anderen Spielen oder Filmen gesehen. Vor Helikoptern wegrennen und -fahren, zusammenstürzende Gebäude, irgendwo runterfallen und sonstwas gehören heute fast schon zum guten Ton entsprechender Spiele und Filme. Das ist nicht schlecht - im Gegenteil: So gut wie in den gezeigten Szenen von Battlefield 4 sah das in Spielen noch nie aus. Für den Spieler ist es allerdings auch Mehr vom Altbekannten - und das wiederum ist weniger optimal. Interessant wird darum die Frage werden, was DICE am Ende wirklich abliefern wird - das Versprechen auf eine interessante und auf Charaktere ausgerichtete Geschichte, China als neuen Schauplatz und dass man regelmäßig in Teilen der Levels frei vorgehen kann, klingt vielversprechend und schürt Hoffnungen auf einen wirklich großartigen Singleplayer-Modus. Ob dabei das schnelle und alternative Durchschneiden von Beinen hilft wissen wir im Moment nicht - unangenehm hat sich die Szene zumindest schonmal angefühlt.

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Geschichte, Inszenierung und Mehr
Seien wir ehrlich: Als man den Helikopter abschießt, ist das schon sehr filmisch und bombastisch inszeniert. Und auch die Charaktere haben bereits in den 17 Minuten Gameplay mehr Tiefe, Persönlichkeit und Ähnliches, als der ganze “Battlefield 3”-Cast. Abseits davon macht China als Setting und der Umstand, dass wir das ganze Spiel nur mit unserem Squad zusammenspielen sollen, viel Hoffnung. Das optionale Vergleichen der Leistung im Level mit der Leistung von Freunden ist zum Glück wirklich nur optional - ob das als Ersatz für den Coop ausreicht, wagen wir im Moment aber prinzipiell zu bezweifeln. Am Ende haben wir ein paar Szenen aus dem Prolog gesehen - was wir später im Spiel sehen und erleben werden, wird sich erst in den kommenden Monaten zeigen.

Abwarten, Rum trinken und alles genau verfolgen
Wir haben bis jetzt 17 Minuten Gameplay-Material aus der allerersten Mission gesehen. Das Gezeigte hat sich technisch im Vergleich zu Battlefield 3 ein ganzes Stück weiterentwickelt und bietet zumindest auch einen offeneren Abschnitt - und wer mehr aus 17 Minuten Gameplay aus dem ersten Level der Kampagne herauslesen oder gar ein Fazit über den ganzen Singleplayer ziehen will, der muss sehr viel Kaffee trinken, um ausreichend Material für Kaffeesatzleserei zur Verfügung zu haben. Klar ist: Die Chance, hier einen wirklich guten oder sogar ausgezeichneten Singleplayer zu entwickeln, hat man bei DICE sicherlich - viele offene Level-Teile, eine interessante Geschichte und Abwechslung sowie ein gutes Pacing sind dafür aber unbedingt Pflicht. Technisch muss man sich dafür keine Sorgen machen - interessant wird die Frage, wie oft man in den Levels freier unterwegs sein kann, was genau die Handlung ist und wie die Geschichte präsentiert wird. Man kann sich zumindest schonmal berechtigte und auch ziemlich große Hoffnungen machen - ein gesundes Maß Skeptik sollte man aber auch im Hinterkopf haben. Und für mehr sollte man auf mehr Material warten...

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Eine ganze eigene Meinung von Sir Uruk
Wenn ich ehrlich bin, dann bin ich im Moment vorsichtig optimistisch. Erstens mag ich Singleplayer-Shooter, zweitens sah der Prolog wirklich gut aus und drittens gefällt mir der Gedanke der offenen Level-Teile, in denen ich nach Wunsch vorgehen und den Gegnern mit Fahrzeugen und Ähnlichem nach meinen Vorstellungen zu Leibe rücken kann, mehr als gut. Auch die Versprechen von DICE in Bezug auf die Geschichte, das Gameplay und weitere Elemente wissen zu gefallen. Allerdings weiß ich auch nur zu gut, dass wir fast nichts gesehen haben - gerade die Geschichte dürfte neben dem Gameplay wichtig werden, und da hat DICE seit Mirror's Edge wenig Berauschendes geleistet. Trotzdem: Ich bin aktuell optimistisch, dass DICE wirklich einen guten, spaßigen und sich deutlich von Call of Duty unterscheidenden Singleplayer entwickelt. Und über Technik und Ähnliches mache ich mir schon gar keine Sorgen...

Und jetzt ganz kurz und knapp
Zum Abschluss haben wir kurz und knapp zusammengefasst, was Hoffnung macht, was uns Sorgen macht und was gut oder schlecht laufen kann...
Darum wird es vermutlich toll - Alte Fehler sind Geschichte: DICE hat versprochen, die ganzen Probleme aus dem Singleplayer von Battlefield 3 anzugehen. Eine bessere Geschichte, bessere Charaktere, mehr Offenheit und Optionen - zumindest im Prolog scheint der Plan aufzugehen.
Darum wird es vermutlich toll - Man setzt auf die Stärken von Battlefield: Offene Level-Teile, mehr Zerstörung, mehr Freiheit beim Vorgehen - das klingt gut. Und ehrlich gesagt wird das auch den Unterschied zu anderen Singleplayer-Shootern ausmachen.
Darum wird es vermutlich nicht gut - Wir haben (fast) all das schon gesehen: Explodierende Hubschrauber, irgendwo runterfallen, uns jagende Hubschrauber - spätestens seit Call of Duty 4 (von 2007) kennen wir das schon. Und seit wann ist der Singleplayer für ein Battlefield überhaupt wichtig? Wenn dann mit Pech noch größtenteils lineare Level-Schläuche dazukommen (was wir nicht hoffen), dann dürfte auch Battlefield 4 für den Singleplayer keinen (schönen) Blumentopf gewinnen.
So wird es wirklich großartig: Wenn DICE die ganzen Ankündigungen wirklich umsetzt, uns Spielern genug Freiräume in den Levels bietet, das Pacing stimmt und die Geschichte endlich mal ohne riesengroße Logiklücken auskommt. Und darauf hoffen wir einfach...
So wird es gut: Wenn DICE einen Stadard-Singleplayer von der Stange macht und ein paar eigene Akzente setzt. Nicht zu lineare Levels, eine ganz ordentliche Geschichte und nicht mehr - und ehrlich gesagt könnte man damit irgendwie leben. Enttäuscht wären wir trotzdem etwas.
So wird es nichts: Wenn DICE versucht, Call of Duty zu kopieren und die ganze versprochene Freiheit ebenso wie die persönliche Geschichte vergisst. Und daran wollen wir gar nicht denken...


geschrieben von Sir Uruk.Inc  
am 22.04.2013 um 11:29 Uhr






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